| |
|
Das Leben bietet
eine so große Vielfalt an kreativen Ausdrucksformen, dass es verschwenderisch
wäre sich einer Einzigen ausschließlich hin zu geben.
Trotzdem war und ist die Musik für mich immer diejenige, die mich am
ganzheitlichsten zufrieden gestellt hat und deren Sprache ich am Liebsten
spreche.
Das musikalische Erwachen in den späten 70ern war natürlich von den damals
angesagten Rock-, New Wave- und Psychodelic - bands geprägt.
Schon damals faszinierten mich bei einem Konzert von Santana die Trommler viel
mehr als der Maestro selbst. Trommeln begannen mein Leben zu verändern.
Als Percussionist in multikulturellen Reggaebands tauchte ich in die Kulturen
der anderen Musiker ein. Mehrere Reisen nach Ost- und Westafrika machten klar:
Meine musikalische Heimat ist die ganze Welt.
1987 begegnete mir das indigene Australien in Form des Didgeridoos: WOW
In Europa damals nahezu unbekannt, vereinnahmte mich das Instrument vollständig
und rang mir endlos viel Pionierarbeit ab.
Dann begann mit der Band Seven Ages ein neuer Abschnitt.
Ein Mix aus Celtic, Rock,World und Psychodelic, eine Rockband mit Violinen,
Percussion, Didgeridoo, ….ließ uns auf vielen Festivals punkten.
Einladung nach Texas zum South by Southwest Festival, zur Popcom nach
Deutschland, „shes never shy“ wurde Ö3-Hit der Woche im Radio, wir
unterzeichneten einen Vertrag bei BMG und produzierten 2 Alben/ 3 Singles.
Mit dem Auftrag für ein Improvisationskonzert entstand das Phoenix Percussion
Project.
Sechs Musiker spielten ein riesiges Instrumentarium aus allen Erdteilen. Das
Konzept war stark genug mehr als 10 Jahre auf der Bühne zu überdauern und es
entstanden 2 Alben bei Polyglobe music.
Parallel zur Auseinandersetzung mit der Worldmusik beobachtete ich mit großem
Interesse die Entwicklung der Elektronic- Szene.
Die Vision diese beiden Welten zusammen zu führen entstand erstmals 1996.
Die Umsetzung scheiterte viele Male bis ich mich entschloss Komposition,
Elektronik und Produktion selbst in die Hand zu nehmen. Es folgte ein langer
Lernprozess, der letztendlich im Bau des eigenen Tonstudios gipfelte.
Alle Voraussetzungen waren nun erfüllt, die endgültige Umsetzung bedurfte aber
wieder dem Input eines indigenen Volkes. Das Eintauchen in die Kultur der
Lakotah Indianer formte die Vision endgültig zu dem was sie heute ist:
Shanta Noir.
Dieser lange Weg ist auch von denen geprägt, die ihn begleitet haben.
Meiner Frau, meinen drei Kindern, Familie, Freunden, Verbündeten, Mentoren und
selbst Widersachern: Danke.
Lange Zeit schon begleiten mich die beiden Musiker die auch jetzt noch mit mir
spielen. Gerhard Kero teilt seit 15 Jahren mit mir die Bühne, Heinz Wolfsbauer
seit 25 Jahren. Danke!
Besonders dankbar bin ich auch den indigenen Kulturen der Welt, die mein Leben
so bereichert haben; sie haben das alte Wissen bis in unsere Zeit getragen, zu
oft leidgeprüft und unverstanden. |
|